Herbstgedanken



Leise klopft der Nieselregen auf den grauen Asphalt. Und in den Pfützen spiegelt sich das Licht der Straßen. Lautlos fließt der Schatten der alten Dame über den Weg. 

Und langsam verblasst die Erinnerung an das Gelb der Bäume. Die Welt kleidet sich in warme, dunkle Töne. Eine Decke aus braunen Blättern über den Wiesen des Parks. 

Und irgendwo bellt ein Hund.

Wir verkriechen uns in den Häusern, versuchen der Wärme des Sommers nachzuspüren. Versüßen uns die kalten Tage mit Orangen und Tee. Ein Sommernachtstraum aus Lichterketten.

Und morgens. Da glitzern die Gräser im Raureifmantel. Und an den Fenstern malte die Nacht Eissterne, die langsam zerfließen, wenn die Sonnenstrahlen den Tag begrüßen. 

Und Du blickst aus dem Fenster und Du fragst Dich was der Morgen bringt. Was sein wird. Was noch bleibt. Spinnst Netze aus Gedankenfäden. Und übersiehst, dass Heute schon gestern war.

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