Reise-Erinnerungen oder: Wenn das Sofa zur Zeitmaschine wird

Lichtbildreisen
Coronado, California (2014)

Kennst du das? Du warst auf Reisen, hattest ereignisreiche (oder entspannte) Tage in sonnigen Gefilden, an sandigen Stränden, in einer felsigen Gebirgswelt oder im saftig grünen Dschungel und ein paar Tage später findest du Dich auf deinem Sofa wieder und fragst Dich:

„War’s das schon?“

Die gute Nachricht ist: Der Urlaub mag zwar offiziell zu Ende sein, die Erinnerungen jedoch wirken nach. Genau deshalb liebe ich auch die Fotografie – kleine Ausschnitte der Realität, die den Moment einer Reise einfangen: Ein Foto genügt, um Erlebnisse, Gedanken, Gesagtes und Emotionen wieder lebendig werden zu lassen. Dann tauchen vor deinem inneren Auge wieder all die erlebten Eindrücke auf, und das Sofa wird zur Zeitmaschine.

Ungefähr so geht es mir, wenn ich die Bilder durchstöbere, die auf unserer Reise durch Kalifornien entstanden. Alles kommt wieder hoch: Der Duft des Meeres am Strand von Coronado, der weiche, leicht körnige Sand unter meinen Füßen, das Geschrei der Möwen, der laue Wind, der meine Haare zerzauste.

„Lach mal!“
„Warte noch, der Wind weht so stark“
„Egal! Das sieht gut aus!“

So entstehen die Bilder, auf denen man mit wuscheligen Haaren und zusammengekniffenen Augen lachend in die Kamera schaut.

Zum Reisen gehört eben nicht nur die Reise an sich, sondern auch die mentale Auseinandersetzung davor und danach. Und das macht das Ganze so wertvoll und irgendwie zeitlos

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